Kurzbeschreibung des Denkmals
Der im 16. Jahrhundert umgestaltete Daraxa-Garten entspricht am besten der Idee des geschlossenen Gartens als Ort des Zaubers und der Freude. Er hat den schlichten Stil der Höfe Toledos, mit seiner sehr kastilischen Galerie aus Pfosten und Konsolen. Er bildet ein unregelmäßiges Trapez: Zwei Seiten lehnen sich an den großen Palast Karls V., die anderen beiden schließt ein Säulengang. In der Mitte steht ein schöner Renaissancebrunnen; sechs Beete mit dichten Buchsbaumhecken, bepflanzt mit Zypressen und Orangenbäumen, umkränzen ihn und bilden eine kompakte, dunkle Masse, die die Wirkung der Fontäne noch paradiesischer macht.
Geschichte des Denkmals
Dieser Garten, auch Orangen- oder Marmorgarten genannt, wurde zwischen 1526 und 1538 gleichzeitig mit den Gemächern Karls V. auf schon bestehenden Gärten zwischen Palast und Mauer angelegt. Der Hof wird im Süden vom Daraxa-Aussichtspunkt und dem Saal der zwei Schwestern begrenzt, im Norden von den Gemächern Karls V. und im Osten und Westen von den Galerien des Kaisers.
Im Garten stehen Zypressen, Akazien, Orangenbäume und Buchsbaum rund um den großen marmornen Mittelbrunnen. Wie der Löwenbrunnen trägt sein Rand ein Gedicht; er wurde 1626 aufgestellt, wobei man die große Schale aus dem Hof des Cuarto Dorado wiederverwendete.
Südlich des Hofes liegen die Untergeschosse des Saals der zwei Schwestern, eine Gruppe von Räumen um den Saal der Geheimnisse. Er verdankt seinen Namen seiner Akustik: Stellen sich zwei Personen in gegenüberliegende Ecken und flüstert eine zur Ecke hin, hört die andere jedes Wort – dank des Hängekuppelgewölbes.

